KI & Digitalisierung – verstehen, ausprobieren, sinnvoll nutzen
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Eine Nachricht formulieren, einen schwierigen Text verständlicher machen oder Ideen für ein eigenes Projekt sammeln: Künstliche Intelligenz kann bei vielen Aufgaben unterstützen. Sie eröffnet neue Möglichkeiten, Informationen zu nutzen, kreativ zu werden und den Alltag zu organisieren.
Dafür musst du kein Technikprofi sein. Viel wichtiger sind Neugier, ein klarer Auftrag und die Bereitschaft, Ergebnisse zu hinterfragen. Denn KI kann dir Arbeit erleichtern – das Mitdenken und Entscheiden nimmt sie dir nicht ab.
Mehr als ChatGPT
Viele Menschen denken bei künstlicher Intelligenz zuerst an ChatGPT. Doch KI ist nicht auf einen einzelnen Chatbot beschränkt. Je nach Anwendung kann sie beispielsweise Texte bearbeiten, Bilder erzeugen, gesprochene Sprache verschriftlichen oder Informationen aus umfangreichen Dokumenten aufbereiten.
Dabei ist KI ein Teil der Digitalisierung, nicht dasselbe: Digitalisierung umfasst auch das digitale Speichern, Verarbeiten und Austauschen von Informationen. KI erweitert diese Möglichkeiten, etwa indem sie Muster erkennt oder neue Inhalte erzeugt.
Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst viele Programme zu kennen. Es geht darum, herauszufinden, welches Werkzeug zu deiner Aufgabe passt – und wann eine einfache Vorlage, eine eigene Notiz oder ein persönliches Gespräch die bessere Lösung ist.
Klare Aufträge statt komplizierter Fragen
Die Eingabe, mit der du eine KI um etwas bittest, wird Prompt genannt. Das kann eine Frage, eine Beschreibung oder ein konkreter Arbeitsauftrag sein. Besondere Fachbegriffe brauchst du dafür nicht.
Hilfreich ist, möglichst verständlich zu beschreiben, was du erreichen möchtest. Für wen ist der Text gedacht? Welche Informationen müssen enthalten sein? Soll die Antwort kurz, ausführlich, sachlich oder freundlich ausfallen?
Statt nur „Schreibe eine Einladung“ könntest du beispielsweise eingeben:
„Formuliere eine kurze, freundliche Einladung zu einem Spieleabend. Verwende einfache Sprache und setze Platzhalter für Datum, Uhrzeit und Ort ein. Erfinde keine zusätzlichen Angaben.“
Auch die erste Antwort muss noch nicht die endgültige sein. Du kannst nachfragen, eine kürzere Fassung verlangen oder fehlende Informationen ergänzen. So entsteht Schritt für Schritt ein Ergebnis, das besser zu deiner Aufgabe passt. Ein genauer Auftrag hilft dabei – er garantiert aber keine fehlerfreie Antwort.
Kreativität unterstützen – von Text bis Video
Manchmal fehlt nicht die Idee, sondern der Anfang. KI kann helfen, erste Vorschläge zu sammeln, unterschiedliche Formulierungen auszuprobieren oder einen Gedanken weiterzuentwickeln. Aus einer groben Vorstellung entstehen beispielsweise Entwürfe für eine Geschichte, eine Einladung oder ein Gestaltungskonzept.
Auch bei Bildern und Videos gibt es verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Je nach Werkzeug lassen sich Bilder aus Beschreibungen erzeugen, vorhandene Aufnahmen bearbeiten, Untertitel erstellen oder einzelne Schritte der Videobearbeitung unterstützen.
Solche Ergebnisse sind zunächst Vorschläge. Ob ein Bild zur Idee passt, ein Text glaubwürdig klingt oder ein Video die gewünschte Aussage vermittelt, braucht weiterhin dein Urteil. Die eigene Kreativität wird dadurch nicht überflüssig: Du gibst die Richtung vor, wählst aus und gestaltest weiter.
Alltag und Arbeit leichter organisieren
Nicht jede sinnvolle KI-Anwendung ist spektakulär. Oft liegt ihr Nutzen in kleinen Aufgaben: Notizen ordnen, eine Checkliste vorbereiten, einen Text vereinfachen oder aus mehreren Gedanken einen übersichtlichen Plan entwickeln.
Auch bei der Arbeit mit Dokumenten, Tabellen und Präsentationen können KI-Funktionen unterstützen. Welche Möglichkeiten verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Programm ab. Wichtig bleibt die Kontrolle: Wurden alle Angaben übernommen? Stimmen Zahlen und Zusammenhänge? Ist das Ergebnis tatsächlich hilfreich?
Ein weiterer Bereich ist die Automatisierung. Dabei werden wiederkehrende Arbeitsschritte nach festgelegten Regeln oder mit Unterstützung von KI ausgeführt. Das kann beispielsweise das Übertragen von Informationen zwischen Anwendungen erleichtern. Nicht jeder Ablauf braucht dafür KI – und nicht jede Aufgabe sollte ohne menschliche Prüfung erledigt werden.
Ergebnisse prüfen und Daten schützen
Eine überzeugend formulierte Antwort ist nicht automatisch richtig. KI kann Informationen verwechseln, wichtige Zusammenhänge auslassen oder Quellen nennen, die nicht existieren. Deshalb lohnt es sich, wichtige Aussagen mit verlässlichen Originalquellen abzugleichen. Auch ein angeführter Link ist erst dann hilfreich, wenn die verlinkte Seite die Aussage tatsächlich belegt.
Ebenso wichtig ist der Umgang mit Daten. Für erste Versuche eignen sich erfundene Beispiele und Platzhalter statt echter Namen, Adressen oder anderer persönlicher Angaben. Passwörter und vertrauliche Unterlagen sollten nicht unüberlegt in ein KI-Werkzeug eingegeben werden. Vor dem Hochladen von Dateien solltest du klären, welche Nutzung erlaubt ist und wie der jeweilige Dienst mit den Daten umgeht.
Bei Texten, Bildern, Videos und Stimmen gehören außerdem Fragen zu Urheberrecht, Persönlichkeitsrechten und einer transparenten Verwendung dazu. Verantwortungsbewusster Umgang bedeutet deshalb auch, vor dem Weitergeben oder Veröffentlichen genauer hinzusehen.
KI liefert Vorschläge. Du entscheidest, was du davon verwendest.
Selbst ausprobieren: KI im Alltag bei Gemini
Der Einstieg fällt leichter, wenn du Möglichkeiten nicht nur erklärt bekommst, sondern selbst ausprobierst. Im Workshop „KI im Alltag“ bei Gemini Salzburg beschäftigst du dich anhand verständlicher Beispiele mit dem praktischen Einsatz von KI.
Du übst, klare Aufträge zu formulieren, Antworten gezielt zu verbessern und Ergebnisse kritisch zu prüfen. Dabei stehen alltagsnahe Aufgaben im Mittelpunkt – etwa eine Nachricht schreiben, Informationen verständlich aufbereiten oder eine hilfreiche Liste erstellen. Schritt für Schritt entwickelst du eigene Vorlagen, die du später weiterverwenden kannst.
Der Workshop umfasst zwei Termine mit jeweils vier Stunden. Vorkenntnisse im Umgang mit KI sind nicht erforderlich; die Computer werden vor Ort bereitgestellt. Unsere Kursleitung begleitet dich beim Ausprobieren und unterstützt dich bei Fragen.
Du musst nicht jede neue Technologie beherrschen. Ein guter Anfang ist, ihre Möglichkeiten kennenzulernen, ihre Grenzen zu erkennen und bewusst zu entscheiden, wo sie dir wirklich hilft.